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Gruppenbild vor Löschpanzer  

12.06.2018

TECC - Kurs: conkret bildet sich fort und weiter!

... und diesmal wurde geschossen auf dem Siegerland-Flugplatz ...

Bedrohungen wie Amok- oder Terrorlagen, stellen hier in Deutschland -gottseidank- noch eine Ausnahme dar. Angriffe gegen die Einsatzkräfte der Polizei oder der Rettungsdienste leider schon lange nicht mehr. Wir können viel für die Sicherheit tun, aber garantieren können wir sie nicht. Werden Sicherheits- oder Einsatzkräfte selbst verletzt, ist die Wirkung nach außen hin um so größer.

Warum sich dann nicht professionell auf mögliche Notfallsituationen auch medizinisch vorbereiten? Mit einer gesunden Mischung aus Theorie, Übungen und Szenarientrainings unter Stress wurde in dem TECC-Kurs der Eindruck vermittelt, in den unterschiedlichen Gefahrenzonen medizinische Notfalllagen in taktischen Lagen zu bewältigen. Gedankenabläufe im Vorfeld durchgehen, eine Strategie (Leitlinie) haben und sich selbst in Szenarien-Trainings unter Stress zu fördern und zu fordern, ist eine professionelle Vorbereitung, die wir hoffentlich nie in scharfen Einsätzen erleben müssen.

Wir haben uns auch 2018 wieder dieser Herausforderung gestellt! Diesesmal auf dem Siegerlandflugplatz. Mit weitreichenden Möglichkeiten tatsächlichen Stress zu erzeugen, brachten die TECC-Instruktoren am 26. und 27. Mai 2018 alle Teilnehmer in den persönlichen Grenzbereich.

Die Geschichte des TECC
Tactical Combat Casualty Care (TCCC), welches durch das US-Militär entwickelt wurde, hat mit seinen evidenzbasierten Leitlinien bewiesen, dass die Überlebensraten verwundeter Soldaten in Auslandseinsätzen (Irak, Afghanis- tan) dramatisch erhöht werden konnten. Während TCCC für Einsätze auf dem Gefechtsfeld entwickelt wurde, kann dieses Kurskonzept abgewandelt auf zivile taktische Lagen angewandt werden. Gerade die Erfahrungen, die während der Anschläge um den Boston-Marathon gemacht wurden, haben gezeigt, dass IEDs (improvisierte Sprengkörper) auch außerhalb militärischer Gefechtszonen wieder zu finden sind. Aus diesem Grund sind die Tactical Emergency Casualty Care-Guidelines (TECC) entwickelt worden, welche die strukturierte Versorgung in solchen und ähnlichen Lagen (aktiver Schütze bei Amoklagen) vorsehen. Aus diesen Guidelines ist ein Kurskonzept abgewandelt worden, das sich an Personal der Polizei, der Feuerwehr, Personenschützer und ziviler Rettungsdienste richtet. Gerade nicht taktisch ausgebildetes Rettungsdienstpersonal, welches in solchen Lagen unterstützt und für die Versorgung anfallender Verletzter verantwortlich ist, soll hierbei angesprochen werden. Ziel ist, dass das unterstützende in diesen speziellen Situationen adäquat zu reagieren weiß. Weiterhin werden diese während dieses Kurses in medizinischen lebensrettenden Sofortmaßnahmen und erweiterten Maßnahmen ausgebildet.

Wer mehr Details wissen möchte, findet hier den Link zu TCCC - Deutschland.

Unser Fazit:
Wir wurden trainiert von einem hochprofessionellen Team aus Instruktoren, denen man die Leidenschaft für die taktische Medizin nicht nur anmerkte, sie schafften es auch, ihre Leidenschaft und Freude am und im Seminar (trotz des ernsten Themas) auf die Teilnehmer zu übertragen. Absolut empfehlenswert!  Daumen hoch und weiter so!


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