U. Roschanski am 30. Juni 2011
Fortbildung zum Medical Examiner of Divers (Untersuchungen zur Tauchtauglichkeit) in Aachen
Expertenaustausch z. Tauchtauglichkeit Der diesjährige Taucherarztkurs I zur Erlangung des Diploms Medical Examiner of Divers fand vom 02. bis 05. Juni 2011 im HBO - Zentrum Euregio Aachen statt und das bei fast schon traditionsgemäß bestem Sommerwetter. Zum Kurs reisten 11 Teilnehmer/innen an, um in dem viertägigen Kurs die fachgerechte Beurteilung von Personen in Hinblick auf ihre Tauchtauglichkeit zu erlernen und zu vertiefen.
Problemorientiertes Lernen (Fallbsp.) Die Ärzte/innen kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und jeder brachte persönliche Erfahrungen in Hinblick auf das Feststellen von Tauchtauglichkeit und das Tauchen mit. Dies gab dann neben den medizinischen Aspekten auch Anlass zu regem Erfahrungsaustausch.
Die sich schnell entwickelnde fröhliche und angenehme Kurstimmung, war auch den Dozenten zu zuschreiben, die vier Tage lang mit offensichtlicher Freude die Lehrgangsinhalte auf hohem Niveau vermittelten.
Untersuchungs-Praxis (LuFu-Station)
Die ausgefüllten Tage waren abwechslungsreich mit sowohl theoretischen als auch praktischen Lehrgangsinhalten gestaltet. Dabei haben die lebhaften und kurzweiligen Vorträge nicht nur fachlich fundiertes Wissen übermittelt, sondern immer wieder Anstoß zu interdisziplinären Diskussionen gegeben, besonders im Hinblick auf die eher grenzwertig einzuschätzenden Patienten. Hier zeigte sich, dass die Fragestellung,
tauchtauglich ja oder nein? und was heißt
eingeschränkt tauchtauglich nicht immer ohne Weiteres zu beantworten ist, sondern eine sorgfältige Untersuchung und entsprechendes Fachwissen bedarf. Dazu gab es ausreichend Fallbeispiele aus der Praxis.
Umgang mit der eigenen Angst In den praktischen Teilen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung selber durchzuführen und die Befunde in kleinen Gruppen zu besprechen. Was das Tauchen angeht, so wurden nicht nur Aspekte des Sporttauchens erörtert, sondern auch Fragestellungen und Probleme besprochen, die sich darüber hinaus in den mehr technisch orientierten Tauchbereichen ergeben können.
Am letzten Tag hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, an einer Druckkammerfahrt teilzunehmen und selbst am eigenen Leibe
physischen Druck zu erfahren, nachdem zuvor der
psychische Druckin Form der Abschlussklausur zugeschlagen hatte. Alle Teilnehmer haben dann – wie sollte es auch anders bei den vier vorangegangenen Tagen sein - die Prüfung zum Taucherarzt I bestanden. Der Kurs endete dann mit bester Stimmung und hat bei den meisten sicherlich sehr viel Appetit auf den Taucherarztkurs IIa gemacht. Ich freue mich jedenfalls darauf.
Ute Roschanski
Mehr Informationen
Gruppenfoto TAK 1 - 2011"